Reisebericht aus der Vergangenheit
Anläßlich
ihrer Reunion in fast Ur-Besetzung baten NO BROS zum Headbangen
und Nostalgieschwelgen ins Planet Music. Meine Erwartungen ans Publikum waren
nicht sehr hoch, war es doch zur Blütezeit der Tiroler Jungs nicht üblich
heimische Bands zu supporten oder gar zu besuchen. Ich erinnere mich an einige
Gigs (Albert Sever Saal 1980) von NO BROS wo ich die ersten Reihen noch für mich
alleine hatte. Nicht so im Plant Music. Ca. 400 „Heavy Metal Party“ Anwärter
erwarteten ihre „Helden“ von damals.Den
Anfang bildeten jedoch STRICT AREA aus Wien
(Simmering, yeah). Echt sympathische Jungs, die mit lockerem Schmäh das Publikum
sofort auf Ihre Seite ziehen. STRICT AREA haben sich den CoverVersionen
verschrieben und ziehen ihr Ding hervorragend durch. Gerader Rock & Roll wie
er sein soll. Tolle Versionen von „Feel“ (Robbie Williams) und „Behind blue
Eyes“ (Durst Fredl). Was mich jedoch besonders an Ihnen beeindruckt hat war eine
Coverversion von SABOTAGE als Hommage an den leider viel zu früh verstorbenen
„Geißelberg“ Willi Schurz. RESPECT!
Danach enterten BADHOVEN aus Graz die Bühne im
Planet. Gut gemachter Melodic- Hardrock mit 80er Jahre Attitüde. Das letzte
Konzert für Basser Jacky Greilberger der sich mit diesem Gig in die Berufswelt
der Karl-Franzens Uni verabschiedet. „The Show must go on“ (Queen) wird für ihn
angestimmt und bildet gleichzeitig das Highlight des Set’s.Die Umbauphase zum eigentlichen
Headliner „NO BROS“ wurde uns durch ein Interview mit Ö3
Hardrock Experte und „NO BROS“ Entdecker Gotthard Rieger verkürzt. Gotthard
plauderte munter aus dem Nähkästchen wie alles begann, und schloß mit einer eher
frivolen Anekdote von Schlagzeuger Franz Heumader wo dieser versuchte ein
Groupie am Waschbecken zu vernaschen.Doch genug geplaudert „Ready for the
Action“ der Opener von NO BROS kracht daher das es eine Freude ist. Beim
folgenden „Good Morning Sir“ fühle ich mich dann endgültig in den Albert Sever
Saal zurückversetzt. Soundmäßig haben NO BROS den 2004er Standard erreicht und
das Beweisen sie auch mit einigen neuen Songs. „Lady of the Tower“ etc. etc. ein
Hit jagt den anderen, und die Jungs strotzen nur so vor Spielfreude. Hie und da
fehlt halt der Gigele. Alles in allem eine gelungene Vorstellung die Interesse
auf mehr erweckt. Schade für jeden der nicht dabei war….
GPunkt